Christoph Zill neuer Kreiseinzelmeister im Schach

158 Teilnehmer bei perfekt organisiertem Turnier in der Moosburger Stadthalle

„Hätte ich einen auf, so würde ich meinen Hut ziehen vor dem SC Moosburg”, sprach Theo Ritter, der Vorsitzende im Schachkreis Ingolstadt-Freising, dem Ausrichter der Kreiseinzelmeisterschaften (KEM) 2006 großes Lob aus.
Bereits zum 15. Mal wurde die Meisterschaft unter seiner Obhut ausgetragen. „Ich übertreibe nicht, wenn ich sage: Das hier war mit die Schönste, wenn nicht gar die Schönste überhaupt!“

Stolze 158 Teilnehmer nahmen an den sieben Konkurrenzen teil, damit etablierte sich die Teilnehmerzahl weiter auf äußerst hohem Niveau. Alle Altersklassen waren erneut vertreten: Die unter 10-Jährigen teilten sich die Tische mit Senioren. Man kannte sich untereinander, es wurde geratscht und gelacht. Zumindest wenn die Köpfe nicht gerade beim Brüten über schwierigen Zügen „rauchten“. Die drei Tage in der Stadthalle waren für alle Teilnehmer ein echtes Erlebnis. So dankte Eberhardt Meisburger als Vorsitzender des SC Moosburg allen Schachspielern im Saal für ihre Mühen, da sie zum Teil weite Anfahrtswege auf sich nehmen mussten. Besonderes Lob und kleine Präsente überbrachte Meisburger auch Turnierleiter Markus Walter und allen Helfern, die für hervorragende Organisation und köstliche Bewirtung gerade standen.

Der Titel in der höchsten Meisterklasse ging in diesem Jahr wieder einmal nach Freising. Christoph Zill setzte sich als einer von vier punktgleichen Teilnehmern – allerdings nur wegen der besseren Feinwertung - an die vorderste Spitze. Dabei verdrängte er seinen Mannschaftskameraden Andreas Dost knapp auf Rang zwei sowie die beiden Ilmmünsterer Alfred Winkelmeier und Herbert Baier auf die Plätze drei und vier. Sie alle beendeten den Wettkampf mit 4,5 Punkten. Die Stärke der zugelosten Gegner musste also letztlich die Entscheidung bringen. Als „Freisinger Meisterschaften mit offener Beteiligung“ bezeichnete Theo Ritter das Feld der Stärksten daher – hoffentlich ein wenig Ansporn für die Konkurrenz, im kommenden Jahr noch eine Schippe draufzupacken.

Alle Teilnehmer hatten pro Tag zwei Partien zu absolvieren, die Gegner wurden nach dem üblichen Schweizer System ermittelt. Bis zu zehn Stunden pro Tag bei höchster Konzentration dachten die Teilnehmer somit über den geschicktesten Einsatz von Königen, Damen, Bauern oder Türmen nach.

In der Meisterklasse 2 setzte sich Jürgen Glatz vom VfB Friedrichshofen vor dem Haunwöhrer Jonathan Winter und Siegfried Reilein (Ingolstadt-Nord) an die Spitze. Das Trio qualifizierte sich damit zusammen mit Matthias-Fabian Zill, Christopher Winter und Dagobert Langer im kommenden Jahr für die oberste Spielklasse M 1.

Christian Hackner aus Großmehring entschied schließlich den Wettkampf in der dritten Meisterklasse vor Mainburgs Gerhard Steffel und Lokalmatador Robert Mai für sich.

Nicht weniger spannend und hochklassig verliefen die Wettkämpfe der Jugendlichen. Ebenfalls nach Freising ging der Titel bei der U 16. Maximilian Trapp stand hier am Ende punktgleich mit Michael Rusch aus Großmehring an der Spitze. Auch hier entschied die Feinwertung über den „Platz an der Sonne“. Dritter wurde der Friedrichshofener Paul Niebler vor einem Trio des TSV Rohrbach: Thomas Niedermeier, Leo Knoblauch und Stephan Crone verpassten den Sprung aufs Treppchen allesamt nur knapp.

Der U 14-Titel ging hingegen nach Abensberg. Patrick Eichschmied trennte nach sechs Partien ein halbes Pünktchen von Jonas Köberle aus Haunwöhr, der Markus Filip (Friedrichshofen) auf den dritten Platz verdrängte.
Rapide in die Höhe schnellten die Teilnehmerzahlen schließlich bei den Jüngsten im Turnier. 56 Teilnehmer hatten die Altersgrenze von zwölf Jahren noch nicht erreicht, 39 davon waren sogar noch nicht einmal zehn Jahre alt.

Sowohl bei der U 12 wie auch bei der U 10 gingen die Titel erneut an den SK Freising. Frederic Zill war bei den Älteren nicht zu stoppen und schob sich vor seinem Teamkameraden Julian Stettner und dem Hepberger Felix Angermann auf Platz eins. Bei den absoluten Nesthäkchen des Wochenendes hieß der Sieger Simon Voggenreiter (ebenfalls SK Freising). Die Leidtragenden waren hier Laura Gamisch und Adrian Karmann vom SK Neuburg, die sich mit den Rängen zwei und drei in diesem regelrechten Mammutfeld begnügen mussten.
Patric Ermert - Pressewart



Die Sieder der Meisterklassen 1-3, der U18, U16 und U18.
 Die Sieger der Meisterklassen 1-3, der U18, U16 und U18.
Die Sieger der U10 und U12.
 Die Sieger der U10 und U12.
Die Sieger der U10.
 Die Sieger der U10.