Kreis-Einzelmeisterschaft in Friedrichshofen

Die magische Marke von 200 Teilnehmern wurde nicht ganz geknackt. Trotzdem war die Kreis-Einzelmeisterschaft im Schach ein voller Erfolg. Triumphiert haben in Friedrichshofen letztlich ein Vater und sein Sohn: Robert und Maximilian Trapp holten in der Meisterklasse I den Doppelsieg für den SK Freising.

Punktgleich, nur durch einen halben Buchholzpunkt voneinander getrennt, beendeten Robert und Maximilian Trapp das Turnier. Ein Sieg in der letzten Runde gegen den Haunwöhrer Christopher Winter brachte den Freisinger am Ende doch noch ganz nach vorne. Remisen beim letzten Auftritt in der Friedrichshofener Volksschule warfen Herbert Baier (SV Ilmmünster) letztlich auf den dritten Rang zurück, den er sich mit Markus Lechermann (TSV Großmehring) teilte. Beide Spieler hatten die exakt gleiche Fein- und Wertungswertung.

"Die Meisterschaft war spannend bis zum Schluss, stand auf einem hohen sportlichen Niveau und lief auch ansonsten so gut wie optimal ab", lobte Theo Ritter, der Vorsitzende des Schachkreises Ingolstadt-Freising, am Ende nicht nur die Spieler sondern auch den ausrichtenden VfB Friedrichshofen und Turnierleiter Markus Walter. Kein einziger Einspruch und eine stets sportlich-faire Stimmung in der Aula sorgten für unvergessliche drei Wettkampftage. Immerhin für die stolze Zahl von insgesamt 182 Teilnehmern.

"So hochkonzentriert über Stunden - das bringt etwas fürs Leben", zollte BLSV-Kreisvorsitzender Werner Ross auch den Jugendlichen in allen Altersklassen Respekt. Er war beeindruckt von der Energie, die in den Spielräumen zu spüren war. VfB-Schachabteilungsleiter Karl Auernhammer sprach von "einem großen Sportfest, das wir alle miterleben durften", dankte allen Helfern und vor allem den Eltern, die ihre Kinder in so großer Zahl nach Friedrichshofen begleiteten.

In den Meisterklassen II und II triumphierte jeweils der SK Abensberg. Martin Schuster war in der zweiten Gruppe mit 5,5 aus sechs möglichen Punkten turmhoch überlegen. Die Meisterklasse III ging an seinen Teamkollegen Daniel Thiel (5,0), dessen Ausbeute nur einen halben Punkt höher lag als die des U 18-Siegers Thomas Niedermeier vom TSV Rohrbach.

Regelrecht überwältigt zeigte sich Theo Ritter von der immensen Nachfrage in den Jugendklassen. Und außerdem auch von der steigenden Zahl der weiblichen Teilnehmer, die Schach im Wettkampf betreiben. "24 Mädchen waren hier, das gab es noch nie", sagte er. Außerdem erlebte der U 10-Wettkampf einen unerwarteten Ansturm. 41 Teilnehmer traten an die Bretter. "Ein absoluter Rekord, ein toller Ausblick auf die Zukunft", kommentierte Markus Walter die enorme Zahl. Am stärksten spielte von den Jüngsten im Feld der Freisinger Leonhard Kirchfeld auf, der mit 6,5 von sieben möglichen Punkten knapp vor Dominik Semmler (SC Moosburg) und seinem Mannschaftskameraden Lorenz Eglhuber landete. Der dritte Triumph gelang dem SK Freising bei der U 12. Hier landeten Simon Voggenreiter und Frederic Zill einen Doppelsieg. Mit Felix Baier schnappte sich ein Rohrbacher zumindest den dritten Rang. Am engsten ging es in den Konkurrenzen der U 14 und U 16 zu. Jeweils vier Spieler standen hier am Ende punktgleich ganz vorne, die Buchholzpunkte mussten über Wohl und Wehe entscheiden. Da war natürlich ein wenig Glück im Spiel. Verdient hatten es die beiden Sieger, Jonas Köberle (SV Haunwöhr) in der U 14 und der Friedrichshofener Lokalmatador Markus Filip in der U 16 aber auf jeden Fall auch.

Partick Ermert